Bei der ersten Gläubigerversammlung un Berichtstagsatzung im Rahmen des Sanierungsverfahrens der Böhmerwald Golfpark GmbH & Co KG am Freitag, dem 19.12.2025, um 9:30 Uhr am Landesgericht Linz informierte der Sanierungsverwalter Mag. René Lindner und sein Stellvertreter Mag. Philipp Aichhorn den zuständigen Richter Mag. Gerhard Natschläger sowie die anwesenden Gläubiger und Gläubigervertreter über die aktuelle wirtschaftliche Situation des Unternehmens.

Thematisiert wurden die Hintergründe der Insolvenz, ausgehend vom Brand des Clubhauses im Mai 2022. Festgehalten wurde, dass es aufgrund der winterlichen Bedingungen derzeit keinen Golfbetrieb gibt. Der Gastronomiebetrieb ist jedoch für die Öffentlichkeit geöffnet. Die beiden Masseverwalter berichteten über die laufenden Einnahmen, insbesondere aus den Weihnachtsfeiern im Golfrestaurant, die planmäßig und erfolgreich durchgeführt werden.

Auf Rückfrage des Richters zur Situation des Restaurants erklärte der GF der Böhmerwald Golfpark GmbH Stephan Waltl, dass die mediale Berichterstattung über die Insolvenz des Golfparks bei potenziellen Gästen teilweise zu Verunsicherung gefürht. Dem wird aktiv mit Transparenz, hohem Engagement und dem vollen Einsatz aller Mitarbeiter entgegengewirkt. Mitglieder und Gäste können den Seitelschläger Golfwirt weiterhin von Donnerstag bis Sonntag uneingeschränkt nutzen. Gleichzeitig wird geprüft, den Gastronomiebetrieb nach den Feiertagen für einige Wochen temporär zu schließen, um Kosten zu reduzieren.

Richter Natschläger erkundigte sich außerdem nach dem Stand der Mitgliedskündigungen sowie nach den Mitgliedsvorschreibungen, die am Montag, dem 15.12.2025, vom Clubbüro postalisch an die Mitglieder versendet wurden. Geschäftsführer Waltl berichtete, dass rund 20 Prozent der Mitglieder zum 30.11.2025 gekündigt haben. In vielen Kündigungsschreiben wurde jedoch eine Rückkehr in den Verein in Aussicht gestellt, sofern der Golfbetrieb im März oder April 2026 (je nach Witterung) wieder uneingeschränkt möglich ist.

Seitens der anwesenden Gläubiger gab es keine Fragen oder Einwände. Richter Natschläger schloss die Verhandlung nach rund 15 Minuten und verwies auf die für Ende Jänner erwarteten Gutachten und die weiteren Termine im laufenden Verfahren.